Neues Datum: 18. Oktober 2020

Uhrzeit und Ort bleiben gleich

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann wurde 1776 in Königsberg geboren und absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaft. Vielfältig begabt in den Künsten, arbeitete er als Musiker (Kapellmeister in Bamberg, Musikdirektor in Dresden und Leipzig), Komponist, Zeichner, Karikaturist und als Literat. Er starb 1822 in Berlin. Hoffmanns musikalisches, weitherum immer noch unbekanntes Werk ist nicht umfangreich: eine Sinfonie, mehrere Opern und Bühnenmusiken, Kammer- und Klaviermusik, aber nur zwei grosse geistliche Werke, darunter das Miserere in b-moll. Mit seinen dunkel timbrierten Holz- und Blechbläsern, den Streichern, fünf Vokalsolisten und dem Chor ist es ein für Hoffmanns Zeit sehr eigenwilliges und ausdrucksvolles Werk.
Sein letztes Werk, das Requiem, hinterliess Mozart unvollendet. Der fremde Auftraggeber für die Totenmesse war der musikalische Graf von Walsegg, der schon häufiger bei namhaften Komponisten Werke bestellt hatte, um sie dann für seine eigenen auszugeben. Mozart mag jener geheimnisvolle Fremde wie ein Bote aus dem Jenseits erschienen sein, und dieser Auftrag musste seine Fantasie ausserordentlich beflügelt haben.
Mozarts Schüler Franz Xaver Süssmayr, mit dem sich Mozart während der Arbeiten viel beschäftigt und ihm sicherlich auch Einblick während seiner Arbeit am Requiem gegeben hatte, unterzog sich dann der Aufgabe, die Arbeit an der Partitur zu vollenden. In Süssmayrs Fassung hat Cantus Basel das Werk einstudiert.

Informationen zu den Ausführenden:

Solisten:
- Aurea Marston und Regula Grundler, Sopran
- Barbara Magdalena Erni, Alt
- Yannick Badier, Tenor
- Robert Koller, Bariton

Orchester «La Banda Augsburg»
Andreas Schönenberger, Orgelpositiv