Des Sängers Lobgesang auf die Orgel

Für viele Komponisten aus der Romantik und Moderne war die Kombination von einem «Chor» der Orgelpfeifen mit einem Chor der menschlichen Stimmen besonders reizvoll. So wird denn auch in «Laudes Organi», einem aus dem Kloster Engelberg stammenden mittelalterlichen Hymnus, die Orgel in höchsten Tönen gepriesen: «Hört dem Chor der Pfeifen zu, dem musikalischen Instrument moderner Künstler, dem Inbegriff von Melodie, das lieblich spielt und lobend singt». Diesen Hymnus hat der ungarische Komponist Zoltán Kodály 1965 als eine Fantasie für gemischten Chor und Orgel vertont. Zuvor werden in unserem Konzert weitere spannende Werke für Chor und Orgel von Felix Mendelssohn, César Frank, Philipp Wolfrum, Wolfram Graf, Benjamin Britten und Charles Wood zu hören sein.

Aurea Marston, Sopran wurde nach ihrem Gesangsstudium für eine Spielzeit ans Theater Basel verpflichtet wo sie unter Armin Jordan in L’ amour des trois oranges debutierte, es folgten Gastspiele in Faust und Lulu am selben Haus. Weitere Engagements führten sie ans Theater Koblenz, wo sie in Partien wie z.B. Donna Elvira in Don Giovanni, Charlotte in Werther, Niklaus in Les Contes d`Hoffmann zu hören war. Seit ihrem Fachwechsel zum
Sopran ist Aurea Marston als freischaffende Opern-, Konzert- und Liedinterpretin tätig.

Die Wurzeln von Cantus Basel reichen bis ins Jahr 1826 zum Basler Männerchor. Daraus entwickelte sich vor gut 25 Jahren der Gemischte Chor Basel, der unter dem Namen Cantus Basel dann ins neue Jahrtausend trat. Zurzeit bilden rund 50 Mitwirkende den Konzertchor, der ein- bis zweimal jährlich mit Instrumental- oder Orchesterbesetzung konzertiert, ausserdem pflegt er den a-cappella-Gesang. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur Gegenwart.

Walter Riethmann, Dirigent studierte Klavier und Gesang am Konservatorium Winterthur und Liedbegleitung bei Irwin Gage an der Musikhochschule Zürich. Anschliessend nahm er während mehrerer Jahre Dirigierunterricht bei Erich Schmid. Walter Riethmann führt mit seinen Chören Cantus Basel
und Cantus Zürich nicht nur die bekannten Werke der Konzertliteratur auf, sondern gräbt in Bibliotheken und Archiven mit Leidenschaft nach verborgenen Schätzen der Chorliteratur.

Ekaterina Kofanova studierte Orgel und promovierte in Musikwissenschaft am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Ihr Solistendiplom mit Auszeichnung erlangte sie an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg (Orgelklasse Prof. Martin Sander), wo sie auch ein kirchenmusikalisches Studium abgeschlossen hat. Ekaterina Kofanova ist Titularorganistin an der Peterskirche Basel, Kirchenmusikerin an der Friedenskirche Bern
und übt eine rege Tätigkeit als Konzertorganistin, Kammermusikerin und Chorleiterin aus.

Nächstes Konzert Verein Orgelmusik:
Montag 21. Oktober 19.30h
Peterskirche Basel
Thierry Escaich (Paris) improvisiert zum Stummfilm “The Wind” von Victor Sjöström aus dem Jahr 1928

Nächstes Konzert mit Cantus Basel:
Sonntag 5. April 2020 17.00h
Martinskirche Basel
E. T. A. Hoffmann: Miserere
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem