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Konzerte:

Rückblick

Gay landscapes / Gardens of Roses

Musik aus England, Schottland, Irland und Wales (J. Dowland, L. van Beethoven, L. Kozeluch, G. Arch)

John Dowland: Ayres

Ludwig van Beethoven: Schottische, irische und walisische Lieder

Gwyn Arch: Irische Volkslieder

Leopold Kozeluch: Ausschnitte aus schottischen Klaviertrios

Simone Schmidlin, Violine
Michele F. Marrini, Violoncello
Dominic Chamot, Klavier
Stephan Züger, Bagpipe

Leitung und Mezzosopran: Olga Pavlu

Riehener Zeitung:
Ankündigung am 29. Oktober 2021
Konzertkritik am 12. November 2021

 

Gerade in der durch Corona erzwungenen Reisepause waren diese Lieder eine noch so willkommene Reisemöglichkeit. Und dies in Länder, die sonst einen Flugzeugsprung entfernt sind und nun doch so unerreichbar wurden. Plötzlich schienen sie noch weiter weg als je zuvor. Oder fast so entfernt wie für Beethoven zu seiner Zeit.
Umso lieber haben wir uns mit der Einstudierung dieses Programms (grossenteils in Onlineproben) befasst, um somit die Reisefreuden nicht entbehren zu müssen. 

John Dowlands (England, 1563-1626) Lieder, teils für Solostimmen, teils für mehrere Stimmen mit oder ohne Lautenbegleitung konzipiert, sind während der Jahrhunderte schon fast zum „national treasure“ Englands geworden. Generation nach Generation der Zuhörer bezaubern und verführen sie durch ihre innige Melancholie, Sehnsucht, Lebensfreude und Leid sowie durch die Schönheit der Textkunst wie der Klangästhetik des 16.Jahrhunderts, der englischen Renaissance.

Im 19.Jahrhundert gab es in den meisten europäischen Ländern eine Bewegung des Nationalbewusstseins. Hierzu gehörte u.a. die Bewegung zur Sammlung und Erhaltung von Volksliedern und Geschichten. So auch auf den britischen Inseln. In Schottland war es George Thomson (1757-1851), ein Verleger aus Edinburgh, der zuerst Peyel, Kozeluch und Haydn damit beauftragte, die von ihm zugesandten Volksmelodien zu bearbeiten. Nach dem diese Komponisten jedoch abgesagt oder ihre Tätigkeit eingestellt haben, hat er sich an Ludwig van Beethoven (1770-1827) gewandt. Beethoven hat die Anfrage angenommen. Doch die Kommunikation zwischen Edinburgh und Wien erwies sich als äusserst langwierig. Angesichts der während der napoleonischen Kriege noch fehlenden Dienstleistern wie DHL und der unverlässlichen Postboten und Schmugglern sind mehrere Sendungen verloren gegangen.
So sind die in 11 Jahren zwischen 1809 und 1920 entstandenen 179 schottischen, walisischen und irischen Volkslieder erst nach und nach von Beethoven zu Thomson gelangt.
Da Beethoven für viele der zu bearbeitenden Melodien keinen Text erhielt, bearbeitete er sie quasi blind. Erst nachträglich beauftragte G. Thomson namhafte DichterInnen mit einer Nachdichtung einzelner Lieder, so etwa Robert Burns, Lord George Byron oder Anne Grant.
Trotzdem, dass Beethoven nie die britischen Inseln besucht hatte, vermittelt uns seine einzigartige Bearbeitung dieser Lieder in einer Begleitung durch klassisches Klaviertrio einen wundervollen Einblick in die Volksmusik der verschiedenen schottischen, irischen und walisischen Regionen.
Wir tauchen in die schottischen Highlands, ins „beloved Erin“ (gälischer Name für Irland), bewundern die Berge, die Kindheitstage im geliebten Tal, den See, die Flussufer, an denen man so manche freudigen Stunden verbracht hat. Die Soldaten besinnen sich der gefallenen Kameraden, die für ihr Heimatland ihr Leben opferten, ihrer Kommandanten im Krieg, fragen, ob jemand den Boni (Napoleon Bonaparte, gegen den sie kämpften) gesehen hatte, wie sie im Pub das Leben, den heute überlebten Tag genossen, ihre täglichen Kriegstraumata im Weinkelch versenkt haben, sich auf ihren Schatz gefreut haben, von ihrem Lächeln träumten…

Gwyn Arch’s Irish Folk-Songs sind Chorbearbeitungen von beliebten Melodien aus irischen Pubs. Arch hat auf diese populäre Weise unzählige Lieder Chören sowie ihrem Publikum zugänglich gemacht. Darunter sind Liebes-, Heimat- und Trinklieder mit melancholischen, sehnsuchtsvollen und frechen Texten.

Der bereits oben erwähnte, in Prag und Wien wirkende Komponist Leopold Kozeluch (1747-1818) hat sich am Rande seines umfangreichen Schaffens (über 400 Kompositionen, darunter Opern, Sinfonien, Kammermusik) im Stil, welchen wir heute als „Wiener Klassik“ bezeichnen, auch mit den von George Thomson eingesandten Melodien befasst. Dies allerdings für die Besetzung eines Klaviertrios (Violine, Violoncello, Klavier). Gerne spielen wir ihnen Ausschnitte aus zwei dieser „Schottischen Trios“, vom Komponisten als „Sonatas“ bezeichnet, vor: Aus dem G-Moll sowie dem A-Dur Trio jeweils die dritten Sätze. Sicherlich erkennen Sie darin das eine oder andere Lied, welches wir in Bearbeitung von Beethoven mit dem Chor vortragen.

Um die Klangcharakteristik der britischen Inseln in unserem Konzert vollkommener zu gestalten, haben wir den Basler Bagpipes (Dudelsack)- Künstler Stephan Züger gewinnen können, mit uns zu spielen.
Am Klavier werden wir von Dominic Chamot, an der Violine Simone Schmidlin und Violoncello Michele Marrini, alle Basler Künstler, begleitet.


Viel Spass beim Zuhören!


Olga Pavlu
 

Wegen Corona nicht aufgeführt: Das Abschiedskonzert von Walter Riethmann

Sonntag, 5. April 2020, 17 Uhr, Martinskirche Basel / Verschoben auf 18. Oktober 2020 / Schliesslich abgesagt

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann: Miserere  
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem

Aurea Marston und Regula Grundler, Sopran
Barbara Magdalena Erni, Alt
Yannick Badier, Tenor
Robert Koller, Bariton


Orchester «La Banda Augsburg» auf historischen Instrumenten
Andreas Schönenberger, Orgelpositiv

Leitung: Walter Riethmann

Die Orgel im Dialog mit dem Chor

Samstag, 14. September 2019, 19:30 Uhr, Peterskirche Basel

Werke von César Franck, Felix Mendelssohn, Benjamin Britten und Zoltan Kodály

Aurea Marston, Sopran
Ekaterina Kofanova, Orgel

L' ESPRIT FRANCAIS

Samstag, 19. Januar 2019, 19:30 Uhr, Union Basel Grosser Saal

Chorwerke, Kammermusik und Lieder von Claude Debussy,
Maurice Ravel, Lili Boulanger und Francis Poulenc

Aurea Marston, Sopran
Claudia von Wartburg, Flöte
Cornelia Lenzin, Klavier

Vertiefte Informationen finden Sie im Textheft.

Johann Sebastian Bach: Die Matthäuspassion
Gemeinsam mit der Böblinger Kantorei
Martinskirche Basel, 18. März 2018, 16 Uhr
Kirche St. Maria Böblingen, 25. März 2018, 18 Uhr

Lesen Sie die Konzertkritik:
Sindelfinger Zeitung 28.03.2018
Böblinger Kreiszeitung 27.03.2018

Sibelius, Gade, Grieg
Jean Sibelius: Karelia-Ouvertüre; Snöfrid
Niels Wilhelm Gade: Frühlingsbotschaft
Evard Grieg: Olav Tryvason
Neumünster Zürich, 4. November 2017, 19:30 Uhr *
Martinskirche Basel, 12. November 2017, 17 Uhr *

Mehr Informationen zu diesem Projekt

Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem

Peterskirche Basel, 2. April 2017

Leoš Janáček: Otčenáš
Antonín Dvořák: Messe D-Dur

Reformierte Kirche Arlesheim, 19. November 2016

Georg Friedrich Händel: The Messiah

 

Martinskirche Basel, 12. März 2016

O Heiland, reiss die Himmel auf: Weihnachten mit Cantus Basel

Weihnächtliche Musik von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn, Max Bruch, Robert Schumann, Henryk Mikołaj Górecki und Arvo Pärt

Theodorskirche Basel, 12. Dezember 2015, 17 Uhr

Miserere und Requiem

Charles Hubert Gervais und André Campra

Theodorskirche Basel, 28. März 2015, 19:30 Uhr

Magnificat: Weihnachten mit Cantus Basel

Werke von Johann Joseph Fux, Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt, Adriano Banchieri, Giovanni Gabrieli, Sethus Calvisius

Theodorskirche Basel, 13. Dezember 2014, 17 Uhr

Das verlorene Paradies

Werke von Wilhelm Peterson-Berger, Claude Debussy, Johannes Brahms, Wilhelm Stenhammar, Camille Saint-Saëns, Gabriel Fauré, Ethel Smyth, Alexander Skrjabin

Cantus Basel, Chor
Reto Reichenbach, Klavier
Leitung: Walter Riethmann

Peterskirche Basel, 17. Mai 2014, 20 Uhr

Weihnachtshistorie: Weihnachten mit Cantus Basel

Werke von Heinrich Schütz

Theodorskirche Basel, 14. Dezember 2013, 17 Uhr

Komponistinnen

Vittoria Aleotti:Madrigale und Motetten für Chor a cappella
Fanny Hensel-Mendelssohn:Weltliche a cappella-Chöre (1846 / 1848)
Mel Bonis:Motetten für Chor a cappella
Chiara Margarita Cozzolani:Missa a 4 für Chor und Orgelcontinuo
Thea Musgrave:Vier Madrigale auf Gedichte von Thomas Wyatt, für Chor a cappella

 

Peterskirche Basel, 20. April 2013, 20 Uhr

«Komponieren ist Männersache.» (Richard Strauss)

Bis heute wird es weithin als selbstverständlich hingenommen, dass Konzertprogramme zumeist dem musikalischen Schaffen von Männern vorbehalten sind. Zu allen Zeiten haben jedoch Frauen komponiert, wie sehr sie damit auch gegen teils religiös begründete Voreingenommenheit oder lähmende Rollenerwartungen anstiessen. So blieb Komponistinnen nicht selten eine professionelle Ausbildung verwehrt, und sie hatten Mühe, ihre Werke verlegen zu können. Manche waren gar gezwungen, ihr Schaffen unter einem Pseudonym zu veröffentlichen. Cantus Basel hat Musik von Komponistinnen aus drei Epochen ausgegraben und hat Werke des Frühbarock, der Romantik und des 20. Jahrhunderts aufgeführt.

Christmas! Weihnachten mit Cantus Basel
Benjamin Britten: A Ceremony of Carols
Werke von William Byrd, Charles Villiers Stanford, John Thomas und John Parry
Englische Weihnachtsmusik für Chor und Harfe

Theodorskirche Basel, 15. Dezember 2012, 17 Uhr

John Rutter: Requiem
Gesualdo di Venosa: Sacrae Cantiones

Martinskirche Basel, 17. März 2012, 20 Uhr

Liszt, Janáček, Dvořák
Franz Liszt: Der 13. Psalm
Leoš Janáček: Amarus
Antonín Dvořák: Die Erben des weissen Berges
Neumünster Zürich, 5. November 2011, 19:30 Uhr *
Martinskirche Basel, 12. November 2011, 20 Uhr *

Das Konzert in der Presse

In dem Himmel: Chorwerke von Alessandro Scarlatti, Felix Mendelssohn, Josef Rheinberger, Julius Spengel, Henryk Mikolai Górecki und Francis Poulenc
Peterskirche Basel, 21. Mai 2011, 20 Uhr

Noël: Weihnachten mit Cantus Basel
Marc-Antoine Charpentier: Messe de Minuit
Francis Poulenc: Quatre Motets pour le Temps de Noël
Weihnächtliche Chormusik aus Frankreich

Theodorskirche Basel, 11. Dezember 2010, 17 Uhr

Bruckner: Motetten
Frescobaldi: Toccaten für Orgel (Basel)
Mendelssohn: Kyrie, Gloria und Sanctus für Doppelchor (Solothurn)
Brahms: Vier Choralvorspiele für Orgel (Solothurn)

Peterskirche Basel, 29. Mai 2010, 20 Uhr
Marienkirche Solothurn, 30. Mai 2010, 17 Uhr

Lesen Sie die Kritik der Badischen Zeitung

Hören Sie uns zu:
Bruckner: Pange Lingua (Schluss)
Mendelssohn: Sanctus

Joy to the World: Christmas Carols und weihnächtliche Chormusik
Werke von John Taverner und Thomas Tallis sowie englische Christmas Carols in Fassungen von Gustav Holst, Ralph Vaughan-Williams und William Walton
Theodorskirche Basel, 12. Dezember 2009, 17 Uhr

Arthur Honegger: König David
Martinskirche Basel, 9. Mai 2009, 20 Uhr


Konzertkritik lesen

In dulci jubilo: Weihnachtslieder zum Zuhören und Mitsingen
Werke von Praetorius, Scheidt, Zarewutius, Schütz, Gabrieli u.a.
Theodorskirche Basel, 15. Dezember 2007, 17 Uhr

meer musik
Ludwig van Beethoven: Meeresstille und glückliche Fahrt
Charles Villiers Stanford: The Revenge
Max Bruch: Szenen aus Odysseus
Martinskirche Basel, 31. August 2008, 17 Uhr *
Neumünster Zürich, 6. September 2008, 19:30 Uhr *

In dulci jubilo: Weihnachtslieder zum Zuhören und Mitsingen
Werke von Praetorius, Scheidt, Zarewutius, Schütz, Gabrieli u.a.
Theodorskirche Basel, 15. Dezember 2007, 17 Uhr

Konzertkritik lesen

Joseph Haydn Die Schöpfung
Martinskirche Basel, 13. Mai 2007, 17 Uhr

Konzertkritik lesen

Erstaufführung: Friedrich Theodor Fröhlich An Babels Strömen
Felix Mendelssohn Infelice, Konzertarie Op. 94
Luigi Cherubini Messa Solenne, Krönungsmesse für Louis XVIII
Kirche Neumünster Zürich, 28. Oktober 2006, 19.30 Uhr *
Martinskirche Basel, 29. Oktober 2006, 17 Uhr *

Konzertkritik lesen
Gespräch mit der Sopranistin Maria C. Schmid lesen

Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium Kantaten 1 - 3
Martinskirche Basel, 18. Dezember 2005, 17 Uhr

Konzertkritik lesen

Lili Boulanger Chorwerke und Lieder
Johannes Brahms Zigeunerlieder
Landgasthof Riehen, 4. Juni 2005
Kultursaal Museum BL Liestal, 5. Juni 2005

Konzertkritik lesen
Werkbesprechung, Komponisten- und Künstlerbiographien lesen

Lorenzo Perosi Transitus Animae
Giuseppe Verdi Quattro Pezzi Sacri
Stadtcasino Basel, 5. September 2004 *

Konzertkritik lesen
Werkbesprechung, Komponisten- und Künstlerbiographien lesen

Georg Friedrich Händel Theodora
Martinskirche Basel, 19. Oktober 2003

Konzertkritik lesen
Werkbesprechung, Komponisten- und Künstlerbiographien lesen

Ludwig van Beethoven Missa Solemnis
Martinskirche Basel, 2. Juni 2002 *

Konzertkritik lesen
Werkbesprechung, Komponisten- und Künstlerbiographien lesen

Maurice Duruflé 4 Motets
Gabriel Fauré Requiem
Maurice Ravel Chansons madécasses
Martinskirche Basel, 25. November 2001

Konzertkritik lesen
Werkbesprechung, Komponisten- und Künstlerbiographien lesen

Ludwig van Beethoven Christus am Ölberge
Leonard Bernstein Missa brevis
Martinskirche Basel, 25. März 2001

Konzertkritik lesen
Werkbesprechung, Komponisten- und Künstlerbiographien lesen

Robert Schumann Szenen aus Goethes Faust
Stadtcasino Basel, 9. September 2000 *

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Werkbesprechung, Komponisten- und Künstlerbiographien lesen

Arnold Schönberg Ein Überlebender aus Warschau
Johannes Brahms Ein Deutsches Requiem
Stadtcasino Basel, 2. Dezember 1999

Wolfgang Amadeus Mozart Missa in C (Krönungsmesse)
Edward Elgar The light of life
Stadtcasino Basel, 17. Januar 1999 *

Gioacchino Rossini Petite Messe Solennelle
für Soli, Chor, Klavier und Harmonium
Martinskirche Basel, 1. Februar 1998

Maurice Ravel
Les Bayadères
La Nuit
L'Aurore
Tout est Lumière

Dazu auch ein Artikel in "Das Journal"

Charles Gounod Messe Solennelle Sainte-Cécile
Stadtcasino Basel, 5. Januar 1999 *
Tonhalle Zürich, 5. Februar 1999 *

Georg Friedrich Händel Coronation Anthems

Martinskirche Basel, 28. April1996

Musica Venetiana di San Marco
Werke von Heinrich Schütz, Andrea und Giovanni Gabrieli, Claudio Monteverdi, Adriano Banchieri
Martinskirche Basel, 12. November 1995

Wolfgang Amadeus Mozart Requiem
Michael Haydn Requiem
Martinskirche Basel, 19. November 1994 *

* mit Cantus Zürich